Funktionsweise

So arbeiten Sie mit connubes

Ein Datentransfer entsteht nicht als Programm, sondern als Konfiguration: Quelle und Ziel verbinden, Felder zuordnen, Auslöser setzen, testen. Was dabei zu tun ist — und was ausdrücklich nicht.

Der Ablauf

In fünf Schritten steht ein Transfer

Für den ersten braucht man Zugangsdaten und eine halbe Stunde. Für jeden weiteren Transfer auf demselben System entfällt Schritt 1.

Links eine Liste von Plug-ins, in der Mitte vier verbundene Knoten eines Transfers, rechts ein Eigenschaftsfeld.

Schematische Darstellung der Arbeitsfläche — die Bildschirmfotos aus dem Designer folgen.

01

Verbindung anlegen

Ein Plug-in auswählen, Adresse und Zugangsdaten eintragen, Verbindung prüfen. Das geschieht einmal je System, nicht einmal je Transfer.

02

Transfer aufbauen

Quelle und Ziel auf die Arbeitsfläche ziehen. Nach außen sieht jeder Transfer gleich aus; innen ist er auf das jeweilige System zugeschnitten.

03

Felder zuordnen

Die Datenfelder werden im Zielsystem gesucht und übernommen statt abgetippt — auch ganze Strukturen. Tippfehler in einem Feldnamen gibt es damit nicht.

04

Auslöser setzen

Sie bestimmen, wann der Transfer läuft: zeitgesteuert, bei einer Wertänderung, auf ein Ereignis hin oder auf Abruf.

05

Testen und in Betrieb nehmen

Ein Probelauf zeigt, was tatsächlich ankommt. Danach läuft der Transfer als Dienst weiter und meldet seinen Zustand.

Der Unterschied

Konfigurieren statt programmieren

Eine Einzelintegration durchläuft Spezifikation, Entwicklung, Test, Abnahme und Betrieb. Von diesen fünf Schritten bleiben hier zwei: konfigurieren und betreiben. Der Aufwand verschiebt sich damit von Wochen auf Stunden.

Der praktische Unterschied zeigt sich aber erst später: Wer die Anbindung geändert hat und warum, steht in der Konfiguration — nicht im Kopf desjenigen, der sie geschrieben hat.

Was NICHT passiert

Die Steuerung wird nicht umprogrammiert. Der Abgriff läuft über die Schnittstellen, die die Anlage bereits hat — in die Anlage selbst wird nicht eingegriffen, und die Linie muss dafür nicht stehen.

Der Auslöser

Wann ein Transfer läuft, entscheiden Sie

Der Auslöser ist die Stelle, an der aus einer Verbindung ein Ablauf wird. Vier Arten decken die Praxis ab — kombinierbar, wenn ein Transfer mehrere Anlässe hat.

AuslöserLäuft, wenn …Typisch für
Zeitgesteuertein Zeitplan es vorgibtSchichtauswertung, nächtlicher Abgleich, zyklische Messwerte
Wertänderungsich ein Wert an der Steuerung ändertZustandsmeldungen, Störungen, Stückzähler
Ereignisein System ein Ereignis meldetAuftragsfreigabe aus dem ERP, Prüfergebnis vom Messplatz
Auf Abrufjemand oder etwas ihn anstößtNachforderung aus einer Anwendung, manueller Nachlauf

Unterwegs

Daten kommen selten in der Form an, in der sie gebraucht werden

Zwischen Quelle und Ziel liegt die Umformung. Dafür gibt es Werkzeuge statt Code: XML und XPath, JSON und JPath, CSV — und dort, wo eine Regel wirklich einmal zu eigen ist, ein .NET- oder C#-Skript.

Die Reihenfolge ist Absicht: Erst wenn keines der drei Standardwerkzeuge trägt, kommt das Skript. Jede selbst geschriebene Zeile ist eine, die jemand in fünf Jahren wieder verstehen muss.

Im Betrieb

Sehen, ob es läuft

Ein Transfer, der stillschweigend aussetzt, ist schlimmer als einer, der gar nicht erst gebaut wurde. Deshalb meldet jeder seinen Zustand: Status und Diagnose je Transfer, mit Zeitpunkt des letzten Laufs. Die Fehlersuche beginnt damit bei der Antwort, nicht bei der Frage.

Vier Transfers mit farbigem Statuspunkt, Zustand und Zeitpunkt des letzten Laufs.

Schematische Darstellung der Statusansicht — auch hier folgt das Bildschirmfoto.

Zwei Add-ons gehören zum Betrieb dazu: Store & Forward puffert bei Verbindungsabriss und liefert nach, sobald die Verbindung wieder steht. Redundanz hält eine zweite Instanz bereit, wenn ein Ausfall nicht in Frage kommt.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Muss die Steuerung dafür umprogrammiert werden?

Nein. Der Abgriff läuft über die Schnittstellen, die die Steuerung bereits hat. In die Anlage wird nicht eingegriffen.

Brauche ich dafür Entwickler?

Für den Normalfall nicht. Wer seine Systeme kennt, kann einen Transfer konfigurieren. Programmierkenntnisse braucht es erst, wenn eine Umformung über XPath, JPath und CSV hinausgeht.

Wie lange dauert der erste Transfer?

Wenn die Zugangsdaten vorliegen und das System erreichbar ist: eine halbe Stunde. Der zweite auf demselben System dauert Minuten, weil die Verbindung schon steht.

Geht das auch in beide Richtungen?

Ja. Aufträge aus dem ERP an die Linie, Sollwerte an die Steuerung, Rückmeldungen an den Leitstand — derselbe Weg, andersherum.

Wo läuft connubes selbst?

Plattformunabhängig unter Windows, in Docker oder in Kubernetes — auf einem Rechner im Werk ebenso wie in der Cloud.

Am schnellsten sehen Sie es an Ihrem eigenen System

Nennen Sie uns zwei Systeme, die heute noch nichts voneinander wissen. Den Rest zeigen wir in einer halben Stunde.